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SUMMARY:CODE: Werke des ukrainischen Meisters Borys Ljatoschynskyj – 21.06.2025, 20 Uhr
DESCRIPTION:Gesprächskonzert mit Kateryna-Sofiia Shyk (Klavier und Moderation)\nDie Veranstaltung ist dem Werk des herausragenden ukrainischen Komponisten Borys Ljatoschynskyj (1895–1968) gewidmet. Sie verbindet Live-Aufführungen seiner Musik mit einer Präsentation über das Leben des Komponisten, einer stilistischen Analyse sowie einer Einordnung seines Schaffens in die ukrainische und europäische Kulturgeschichte.\nDas Gesprächskonzert vereint Musik, Vortrag und visuelle Inhalte. Dieser Ansatz ermöglicht es dem Publikum, nicht nur außergewöhnliche Musik zu erleben, sondern auch einen tieferen Einblick in die ukrainische Kultur und ihren Beitrag zum Weltkulturerbe der klassischen Musik zu gewinnen. Im Zentrum steht dabei die Sammlung „CODE“, welche die auf ukrainischen Volksliedern basierende Schewtschenko-Suite sowie zwei Präludien umfasst.\nDie ukrainische Pianistin Kateryna-Sofiia Shyk lebt derzeit in Deutschland und bemüht sich darum, die ukrainische klassische Klaviermusik beim europäischen Publikum bekannter zu machen.\n21.06.2025, 20 Uhr\nDauer: ca. 70 Minuten\nEintriit frei\nDas Konzert finden im Rahmen leipziger Festivals Fête de la musique\nDas Konzert wurde mit Unterstützung des Polnischen Instituts in Leipzig organisiert\n**********************************************************************************************************************\nK-S.Shyk (c)\nKateryna Sofiia Shyk ist eine ukrainische Pianistin, geboren in Kropyvnytskyj – der Heimatstadt des Komponisten Juli Meitus und des renommierten Klavierpädagogen Heinrich Neuhaus. Sie absolvierte ihr Masterstudium an der Staatlichen A. W. Nesdhanow-Musikakademie in Odessa.\nMit großer Hingabe widmet sie sich der Pflege und Verbreitung des ukrainischen pianistischen Erbes. Derzeit lebt und arbeitet sie in Frankfurt am Main, versteht ihre musikalische Mission jedoch als überregional und international: Die ukrainische Klaviermusik möchte sie nicht nur in Deutschland, sondern weit darüber hinaus einem breiteren Publikum näherbringen.\nBorysLjatoschynskyj\nWer ist Borys Ljatoschynskyj (1895–1968)\nBorys Ljatoschynskyj war einer der bedeutendsten ukrainischen Komponisten des 20. Jahrhunderts und eine prägende Persönlichkeit der ukrainischen Musikgeschichte. Er wurde 1895 in Schytomyr geboren, in eine gebildete Familie mit einer starken musikalischen Prägung – seine Mutter spielte Klavier und hatte eine schöne Singstimme, was sein musikalisches Interesse früh weckte. Schon als Kind lernte er Violine und Klavier und komponierte erste Werke wie eine Mazurka und einen Walzer.\n1913 zog er nach Kyjiw, wo er zunächst Rechtswissenschaften an der Universität studierte, sich aber gleichzeitig auf das Konservatorium vorbereitete. Dort wurde er Schüler des berühmten Komponisten Reinhold Glière, der nicht nur sein Lehrer, sondern ein lebenslanger Freund wurde. In dieser Zeit entstand auch seine erste Sinfonie.\nEine besondere Rolle in seinem Leben spielte Marharyta Tsarevych, mit der ihn eine tiefe Liebesbeziehung verband. Die beiden führten eine zarte, poetische Korrespondenz und trafen sich heimlich an einem Ort, den sie „magische Bank im magischen Wald“ nannten.\nLiatoschynskyj gilt als Begründer der ukrainischen klassischen Musiktradition. Er verband die Strukturen der europäischen Romantik mit Elementen ukrainischer Volksmusik und prägte den musikalischen Modernismus in der Ukraine. Trotz großer Begabung musste er unter den Zwängen der sowjetischen Kulturpolitik arbeiten. Er wurde wegen seiner modernen Harmonik häufig als „Formalist“ kritisiert. Eine bekannte Anekdote zeigt, wie absurd diese Kritik manchmal war: Als er bei einer Sitzung einen Akkord spielte und fragte, ob dieser formalistisch sei, antworteten seine Kollegen mit „Ja“. Seine Reaktion: „Das ist Beethoven.“\nTrotz dieser Repressionen konnte er nach Stalins Tod freier komponieren. Seine Vierte und Fünfte Sinfonie gelten als Höhepunkte seines Schaffens. Er blieb stets seiner Heimat treu und verließ Kyjiw nie, obwohl er Angebote aus Moskau oder Leningrad hätte annehmen können. Er förderte zudem eine neue Generation junger Komponisten und wurde zu einem Wegbereiter der sogenannten Kyjiwer Avantgarde.\nBesonders berührend ist seine Schewtschenko-Suite, die während seines Exils im Zweiten Weltkrieg entstand. In dieser Musik verarbeitete er seine Sehnsucht nach der Heimat und seine Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Heute erlebt seine Musik eine Renaissance. Sie wird international wieder aufgeführt und als Ausdruck ukrainischer Identität und kulturellen Widerstands gefeiert.\nBorys Liatoschynskyj war nicht nur ein großer Komponist, sondern eine Stimme der Ukraine – seine Werke verbinden Tradition mit Moderne und spiegeln den ungebrochenen Willen zur kulturellen Selbstbehauptung wider.\nMehr über die Bedeutung der ukrainischen Musik erfahren Sie hier ( https://oseredok-leipzig.de/ukraїnska-klasichna-muzika-yak-gidnist-katerina-shik-pro-identichnist-i-opir/ )\n
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