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„Der Sommer, als die Sonne schwarz wurde“ Buchpräsentation über Tschornobyl

Wir laden herzlich zur Buchpräsentation „Der Sommer, als die Sonne schwarz wurde“ und zum Gespräch mit dem Autor Kostjantyn Klymtschuk ein.

Im Jahr 2026 jährt sich zum 40. Mal eine der größten technogenen Katastrophen der Menschheitsgeschichte – die Explosion des vierten Reaktors des Kernkraftwerks Tschornobyl. Dieses Ereignis veränderte nicht nur den Lauf der Geschichte, zerstörte Millionen von Leben und kostete unzähligen Menschen ihre Gesundheit, sondern erschütterte auch endgültig die Grundlagen des sowjetischen Systems, indem es die allgegenwärtige Lüge und Heuchelei sichtbar machte. Wir laden Sie herzlich zu einer Lesung und einem anschließenden Gespräch über diese Ereignisse und ihre Bedeutung ein.

Wann: 22.03.2026, 16:00 Uhr
Wo: Oseredok Leipzig, Seeburgstraße 100, 04103 Leipzig
Eintritt: frei, keine Anmeldung erforderlich
Moderation: Oksana Levytska

Zum Buch

Die Kindheit des elfjährigen Schenja wird durch ein Ereignis jäh unterbrochen, das sein Leben für immer verändert. Die Katastrophe von Tschernobyl zwingt Hunderttausende Menschen zur Flucht, und auch der Junge gerät in den Strudel der Evakuierung. Die Familie wird auseinandergerissen: Die Kinder werden in Pionierlager geschickt, der Vater beteiligt sich als Liquidator an den Aufräumarbeiten im Atomkraftwerk, während die Mutter zu Hause auf die Rückkehr der Familie wartet.

Leben und Lüge, Mitgefühl und Verachtung, gegenseitige Hilfe und Heuchelei in dem Land, das sich Sowjetunion nannte, werden aus der Perspektive eines elfjährigen Jungen erzählt – eines Jungen, der den Sommer erlebte, als die Sonne schwarz wurde.

Über den Autor

Kostjantyn Klymtschuk ist ein ukrainischer Schriftsteller, Verleger, Journalist und Freiwilliger. Er wurde am 29. April 1975 in Korosten (Region Schytomyr) geboren. Seit 2014 engagiert er sich aktiv in der freiwilligen Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte und organisiert humanitäre Hilfe sowie materielle Unterstützung für militärische Einheiten.

Romane:

  • Der Sommer, als die Sonne schwarz wurde – ein Roman über das Trauma von Tschernobyl und eine Generation, die in einer Zeit tiefgreifender Umbrüche aufwuchs.

  • Liebe, Krieg und andere Abweichungen – ein Roman über menschliche Entscheidungen und moralische Herausforderungen im Kontext des groß angelegten Krieges.

Der Roman Der Sommer, als die Sonne schwarz wurde stand auf der Nominierungsliste des renommierten mitteleuropäischen Literaturpreises Angelus Central European Literature Award (Breslau).

Auszeichnungen

  • Ehrenurkunde der Regionalverwaltung Kyjiw

  • Auszeichnungen und Dankesurkunden lokaler Selbstverwaltungsorgane für gesellschaftliches Engagement

  • Ehrenauszeichnung des ukrainischen Ministeriums für Familie, Jugend und Sport „Für aktives gesellschaftliches Engagement“

Zur literarischen Arbeit

„Seine Texte sind ehrlich und introspektiv; sie sprechen über den Krieg ohne Pathos, aber mit großer Verantwortung gegenüber den Leserinnen und Lesern.“

„Über den Krieg zu schreiben bedeutet, Erinnerung zu bewahren und nicht zuzulassen, dass die Welt der Ukraine überdrüssig wird.“

Heute verbindet Kostjantyn Klymtschuk seine literarische Arbeit mit kultureller Diplomatie und freiwilligem Engagement und vertritt dabei die ukrainische Kultur in Europa. ????

Datum

März 22 2026
Abgelaufen!

Uhrzeit

16:00 - 17:30

Standort

Ukrainisches Zentrum Oseredok Leipzig
Seeburgstraße 100-5.OG, 04103 Leipzig

Veranstalter

Oseredok Leipzig
E-Mail
info@oseredok-leipzig.de
Webseite
Oseredok Leipzig

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